Biografien

HANNA WEINMEISTER Violine

Die Geigerin Hanna Weinmeister wurde in Salzburg geboren und maturierte dort am Musischen Gymnasium. Wichtige Lehrer waren Bruno Steinschaden in Salzburg, Gerhard Schulz in Wien und Zakhar Bron in Lübeck.

Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, unter anderem des Internationalen Mozart Wettbewerbs in Salzburg, des Concours International Jaques Thibeaud in Paris und des Internationalen Parkhouse Award in London.

Von 1995 bis 1998 war Hanna Weinmeister Assistant Leader des English Chamber Orchestra in London. Seit 1998 ist sie Erste Konzertmeisterin am Opernhaus Zurich und seit 2014 auch Konzertmeisterin des Orchesters La Scintilla, das historische Aufführungspraxis pflegt.

Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt in der Kammermusik. Sie ist Mitglied des Tetzlaff Quartetts, des Trio Weinmeister und des Ensemle 57. Kammermusikkonzerte führten sie mit Musikern wie Heinz Holliger, Heinrich Schiff, Mitgliedern des Hagen Quartetts und vielen anderen zusammen. Sie war zu Gast bei den Salzburger Festspielen, bei der Schubertiade Schwarzenberg, bei den Ittinger Pfingstkonzerten, bei Spannungen Heimbach, beim Kunstfest Weimar, beim Luzern Festival und vielen mehr und ist in Nordamerika, Asien und Europa aufgetreten.

Als Solistin spielte sie unter der Leitung von Heinrich Schiff, Christoph von Dohnanyi, Fabio Luisi, Heinz Holliger und Franz Welser Möst, mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, den Münchner Philharmonikern, der Philharmonia Zürich, den Berliner Symphonikern, dem Südfunk Stuttgart und dem Wiener Kammerorchester.

Hanna Weinmeister gibt immer wieder Meisterkurse für Violine und Kammermusik, unter anderem beim Stauffer Center in Cremona.

2023 wurde Hanna Weinmeister das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

NANNI MALM Violine 

Nanni Malm hat in Salzburg bei Helmuth Zehetmair und in Utrecht bei Keiko Wataya Violine studiert.

Sie ist Mitglied der Camerata Salzburg und im Mahler Chamber Orchestra. Zudem spielt sie regelmäßig mit dem Originalklangkörper Mahler Academy Orchestra und dem Lucerne Festival Orchestra.

Ihre besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik und der Musikvermittlung, die einen zunehmend wichtigen Teil ihres Betätigungsfeldes einnimmt. Sie ist verantwortlich für das Musikvermittlungsprogramm „Camerata Young“ der Camerata Salzburg, für das sie inklusive Workshops für alle Altersgruppen sowie für Menschen mit Beeinträchtigung konzipiert und leitet. Sie entwickelte verschiedene Konzertformate wie die Camerata Soundbar, das "Konzert für ALLE-wirklich alle" und die Konzerte für Klein und Gro, die sie auch moderiert.

2025 hat sie mit ihrem Mann Eike Sebastian Debus das Festival an der Drachenwand in St. Lorenz am Mondsee gegründet.

GERTRUD WEINMEISTER Viola

Die Bratschistin Gertrud Weinmeister stammt aus einer Salzburger Musikerfamilie  und erhielt Ihre Ausbildung an der Universität Mozarteum Salzburg, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Northern Illinois University in den USA, wo sie auch bildende Kunst studierte.

Sie war langjähriges Mitglied des Hugo Wolf Quartetts, mit dem sie ausgedehnte Konzertreisen in Europa, den USA und Südamerika unternahm, sowie zahlreiche CD-Aufnahmen einspielte. 

Als Solistin trat sie u.a. mit dem Mozarteumorchester Salzburg, der Staatskapelle Weimar, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz und den Bielefelder Philharmonikern auf.

Unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt war sie Solobratschistin des Concentus Musicus Wien. Sie wirkte mit im Chamber Orchestra of Europe und im Klangforum Wien.                                                   

Ihr Interesse für historisch informierte Performance führt zu zahlreichen Originalklang-Konzerten, besonders in der Formation Bratsche-Hammerklavier und im Trio Weinmeister, mit dem sie u.a. in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Köln, in der Musikhalle Hamburg, in den Konzerthäusern von Stockholm, Wien und Brüssel, im Concertgebouw Amsterdam, in der Athen Concert Hall und in der Birmingham Symphony Hall, sowie beim Internationalen Beethoven-Festival in Bonn konzertierte.                                

Als gefragte Kammermusikpartnerin spielt sie im Rahmen bedeutender Festivals wie Wien Modern, Schleswig-Holstein Musikfestival, Schwetzingen, Musiktage Mondsee, Ravinia-Festival USA, oder dem Lockenhaus Festival. 

Gertrud Weinmeister war Professorin für Violine am Konservatorium in Innsbruck und ist derzeit  Professorin für Viola an der Hochschule der Künste Bern sowie an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Ebenso arbeitet sie als bildende Künstlerin und führt in Wien das Atelier Henriettenplatz.

IRIS JUDA Viola

Iris Juda ist Gründungsmitglied des Chamber Orchestra of Europe.

Geboren in Holland, studierte sie bei ihrem Vater, Jo Juda, dem damaligen Konzertmeister am Concertgebouw Orkest Amsterdam.

Später setzte sie ihr Studium bei Herman Krebbers und bei Sandor Vegh in Salzburg fort. Mit ihrem Vater ist Iris viele Jahre im Duo aufgetreten.

Sowohl als Geigerin wie auch als Bratschistin spielte Iris bei verschiedenen europäischen Ensembles, unter anderem beim Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam (Geige), beim Mozarteum Orchester in Salzburg (Stimmführerin Zweite Geigen) und im Hagen Quartet (Bratsche). In den neun Jahren, die sie in London lebte, war sie Mitglied im Hanson Streichquartett, im Nash Ensemble (Geige), im Johannes Ensemble (Bratsche) und im Endymion Ensemble (Bratsche).

Neben ihrem Engagement im COE (Geige), spielt Iris seit 2003 im Luzerne Festival Orchestra (Geige) und, gemeinsam mit anderen Mitgliedern des COE, im Gaudier Ensemble (Bratsche).

Sie wurde mehrfach als Coach für die Bratschengruppe im EUYO eingeladen, gab Meisterkurse in Italien und spielte auf vielen internationalen Musikfestivals. Seit 1995 in Salzburg zu leben, gab ihr die Möglichkeit, mit ihrem Ensemble (3 Violinen und ein Kontrabass) die österreichische Volksmusik zu erkunden, die sie liebt.

Sie ist Solobratschistin der Camerata Salzburg.

NEPOMUK BRAUN Cello

Der Cellist Nepomuk Braun, geboren 1991 in München, studierte in Wien und am Salzburger Mozarteum bei Heinrich Schiff, Reinhard Latzko und Clemens Hagen. Mit dem 2017 gegründeten Adelphi Quartet folgten Studien bei Rainer Schmidt und dem Hagen Quartett, sowie Unterricht bei u.a. György Kurtág, Jonathan Brown und Clive Brown.

Mit dem Adelphi Quartet (2017-2024) erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen und Preise wie beim Wigmore Hall Wettbewerb in London, beim Premio Paolo Borciani in Reggio Emilia und beim Wettbewerb des Streichquartettfest des Heidelberger Frühlings, was den Startschuss für eine internationale Konzerttätigkeit in den bedeutendsten Kammermusik-Sälen Europas bedeutete.

Bereits während des Studiums sammelte Nepomuk Braun durch verschiedene Engagements in Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Wiener Philharmonikern oder der Camerata Salzburg wichtige Erfahrungen mit großen Musiker-Persönlichkeiten. Als Solocellist spielte er u.a. beim Musikkollegium Winterthur, dem Mozarteumorchester Salzburg und Spira mirabilis. Auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis ist er sowohl kammermusikalisch als auch u.a. mit Utopia und Teodor Currentzis aktiv.

Er besuchte einige Meisterkurse wie bei Steven Isserlis in Prussia Cove, wohin er gerne

für die Open Chamber Music zurückkehrt. Als Solist trat er mit Orchestern wie der

Polnischen Kammerphilharmonie und der Philharmonie Bad Reichenhall auf.

Als Kammermusikpartner genießt er gemeinsame Auftritte mit Musiker:innen wie

Alexander Lonquich, Lorenza Borrani, Erich Höbarth, Maxim Vengerov, Lena Neudauer

und Valentin Erben. Dabei trat er sowohl in diversen freien Formationen als auch mit dem

Adelphi Quartet bei Veranstaltern wie der Wigmore Hall London, dem Lucerne Festival,

den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Laeiszhalle Hamburg, der Berliner

Philharmonie, der Pariser Philharmonie, Flagey Brüssel, der Allerheiligenhofkirche

München, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Wiener Konzerthaus und

Musikverein und den Musiktagen Mondsee auf.

Nepomuk Braun sammelte pädagogische Erfahrung am Royal Birmingham

Conservatoire und bei der Jeunesses Musicales Deutschland, sowie durch Meisterkurse

und Workshops und führt dies mit Begeisterung an der Wolfgang-Sawallisch-

Musikakademie in Bayern mit Kammermusik-Workshops fort.

Er war Stipendiat des Cusanuswerks sowie der PE-Förderungen e.V. und erhielt wertvolle

Unterstützung als YCAT Artist durch den britischen Young Classical Artists Trust (YCAT)

und den Cosman Keller Art & Music Trust.

Nepomuk Braun ist Gründer und Leiter des polliphonic Musik-Festivals in Bayern.

SEBASTIAN BONHOEFFER Cello

Sebastian Bonhoeffer wurde in der Universitätsstadt Tübingen geboren und ist sowohl in der Musik als auch in der Wissenschaft zu Hause. Er studierte Cello bei Heinrich Schiff in Köln und an der Musikakademie Basel, wo er das Lehr- und das Konzertdiplom ablegte und rege am musikalischen Leben teilnahm. Höhepunkte waren Konzerte mit Heinrich Schiff, Jean-Jacques Kantorow und Gérard Wyss.

Weiters studierte er Physik in München, Wien und Oxford und doktorierte in Evolutionsbiologie. Heute ist er ordentlicher Professor für theoretische Biologie an der ETH Zürich und leitet das Collegium Helveticum, das gemeinsame Institut of Advanced Studies von ETH Zürich, Universität Zürich und Zürcher Hochschule der Künste, das sich mit vielen verschiedenen wissenschaftlichen Themen beschäftigt.

Eine seiner großen Leidenschaften ist die Kammermusik und neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler und Hochschullehrer ist er auch als Cellist aktiv und Gast bei verschiedenen Kammermusikfestivals, wo er regelmäßig mit befreundeten Musikern in Konzerten zu hören ist.